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Kaffee – das Heißgetränk und seine Wirkung
Um kaum ein anderes Getränk ranken sich derart viele Mythen und Legenden wie um den Kaffee. Angefangen mit der überlieferten Legende von 1671, der zufolge wir die Entdeckung des Kaffees einem aus der äthiopischen Region Kaffa stammenden Hirten zu verdanken haben: Seine Ziegen haben an einem weiß blühenden Strauch mit roten Beeren geknabbert und er konnte beobachten, wie sie daraufhin die ganze Nacht ohne jegliche Müdigkeitserscheinungen umhersprangen. Von dieser Geschichte erfuhren auch Mönche eines nahegelegenen Klosters, die aus den Kaffeekirschen einen Aufguss bereiteten. Durch die ermunternde Wirkung des Kaffees mussten sie nicht mehr zu Bett gehen, sondern konnten nun auch nachts miteinander reden und beten. Für viele Entwicklungsländer stellt Kaffee das einzige nennenswerte Exportgut dar. Neben dem Export von Erdöl ist Kaffee das wertvollste Handelsprodukt, das überhaupt von den Entwicklungsländern exportiert wird. Die Preise für Kaffee unterliegen jedoch starken Schwankungen. Während die Erlöse 2001/ 2002 stark fielen, ist Kaffee in den letzten zwölf Monaten wieder um bis zu 15 Prozent teurer geworden. Verglichen mit den Kaffeepreisen von 2005 kostet Kaffee in diesem Jahr etwa ein Fünftel mehr als damals – Tendenz steigend. Schuld am enormen Preisanstieg seien vor allem die gestiegenen Importkosten. Bei einem konstanten Pro-Kopf-Verbrauch von zirka 150 Litern pro Kopf pro Jahr wird den Deutschen das Kaffeetrinken wohl trotzdem kaum vergehen. In der Regel trinkt man den Kaffee nicht, um den Durst zu löschen, sondern wegen seiner gelobten anregenden Wirkung. Wer morgens nicht richtig in Schwung kommt oder unter einem Hänger am Nachmittag leidet, sollte sich in seinen Sitzsack plumpsen lassen und eine Tasse Kaffee genießen. Anschließend sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Zahlreiche Studien wiesen Kaffee, neben frischem Obst und Gemüse, außerdem als wichtigen Lieferanten für Antioxidantien aus. Angeblich senken diese im Kaffee enthaltenen Stoffe das Risiko an Krebs, zum Beispiel Nierenkrebs, zu erkranken, um ein vielfaches. Ein übermäßiger Genuss kann den Organismus zwar schädigen, in Maßen getrunken weißt Kaffee jedoch gesundheitsfördernde Eigenschaften auf.
 


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